Eppi wird 50

Das Mikrolitersystem feiert Geburtstag

Nur wenige Innovationen schaffen Standards und revolutionieren Anwendungsprozesse.  Das Eppendorf Tube, auch „Eppi“ genannt, kann dies allerdings mit gutem Gewissen von sich behaupten.

1963 kam das erste Eppendorf Tube auf den Markt und erfreute sich schnell wachsender Beliebtheit in deutschen Medizin- und Wissenschaftslaboren. Mit den Eppis ließen sich nun ganz praktisch kleinere Probenmengen abfüllen und aufbewahren. Die Entwicklung von Impfstoffen oder neuen Medikamenten wäre heute ohne das Eppi mit seinen nach und nach weiter entwickelten, spezifischen Materialeigenschaften nicht vorstellbar.

Teil des Mikrolitersystems

Den Anstoß für die Entwicklung der Tubes gab die 1961 erfundene Kolbenhubpipette, die es möglich machte, Flüssigkeiten manuell millilitergenau abzumessen. Da es aber zu diesem Zeitpunkt noch keine Geräte gab, um die Proben weiter zu bearbeiten, entwickelte Eppendorf das sogenannte Mikrolitersystem. Es besteht aus Mischern, Zentrifugen und eben den Eppendorf Tubes und weiteren Verbrauchsmaterialien wie Pipettenspitzen und Combitips. Diese Produkte sind bis heute nicht nur zentraler Bestandteil der Laborarbeit, sondern auch des Produktportfolios von Eppendorf.


1966 hatte Eppendorf über eine Millionen Eppendorf Tubes verkauft, nur fünf Jahre später wurde die zehn Millionen Grenze überschritten. Aufgrund der großen Nachfrage und des reißenden Absatzes wurde 1975 eine Produktionsstätte in Oldenburg, Holstein, eröffnet. Im gleichen Jahr kam das deckellose Tube für Pipettierautomaten auf den Markt. Außerdem wurden unterschiedliche, an die Kundenbedarfe angepasste Größen produziert. 1992 wird der Standard „Biopur“ von Eppendorf zertifiziert. Labor-Verbrauchsartikel mit diesem Siegel sind steril und DNA- und sogar ATP-frei. Mit insgesamt acht lotspezifischen Testungen, die alle zertifiziert sind, stellen sie bis heute die höchste Reinheitsstufe von Eppendorf dar.

Die Fertigung des original Eppendorf-Gefäßes erfolgt unter modernsten Produktionsbedingungen ausschließlich in unserem Stammwerk in Oldenburg. Seit seiner Erfindung wurden mehrere Milliarden Eppis hergestellt. Das Eppendorf Safe-Lock Gefäß ist heute weltweit der Standard für einfache und sichere Probenverarbeitung im Mikroliterbereich. Ein durchschnittliches deutsches Labor verbraucht jede Woche Hunderte davon.

Damit ist das Eppendorf Tube unbestritten eins der wichtigsten Verbrauchsmaterialien im Labor, aber auch eins der bekanntesten Produkte, die mit dem Namen Eppendorf in Verbindung gebracht werden. Labore auf der ganzen Welt profitieren von seiner Qualität, die zusammen mit den weiteren Verbrauchsmaterialien und Geräten von Eppendorf Industriestandards gesetzt hat.

Neues 5 mL-Eppi

 

2013 kamen die Eppendorf Tubes 5.0 mL auf den Markt. Damit schließt Eppendorf eine wichtige Lücke bezüglich der verfügbaren Größen. Zusätzlich wird ein umfangreiches System an Adaptern, Rotoren, Racks und Zubehör angeboten. Ein neues, großes Mikrolitersystem ist geboren und setzt die Erfolgsgeschichte des Eppis fort. Ein erster Beweis: Schon vor dem offiziellen Launch haben das Eppendorf Tube 5.0 mL und das Tube Rack 5.0 mL, neben anderen Eppendorf-Produkten, den red dot design award 2013 im Bereich Life Science und Medizin gewonnen.


Eppi Geschichte

Mit einem Klick auf die Pfeile navigieren Sie durch die Eppi Geschichte.

1962 – Der erste Eppi

Die Firma Eppendorf Gerätebau Netheler & Hinz GmbH entwickelt einen kleinen Plastikbehälter für Flüssigkeiten – den ersten Eppi.

1963 – Markteinführung Eppi „3810“

Der erste Eppi mit der Nummer „3810“ kommt auf den Markt und revolutioniert die tägliche Laborroutine.

1964 – Mikrolitersystem

Das Mikrolitersystem, das neben dem Eppi als wichtigstem Bestandteil aus Pipetten, Pipettenspitzen, Zentrifuge und Thermomixer besteht, wird eingeführt.

1975 – Eppi „3811“ | Werk in Oldenburg

Der deckellose Eppi „3811“ für Automaten wird herausgebracht und das Werk in Oldenburg/Holstein wird eröffnet.

1979 – Eppi „3812“

Eppi „3812“ kommt auf den Markt – charakteristisch sind der stabile Deckel sowie die konisch zulaufende Form.

1988 – Eppendorf Safe-Lock Gefäß

Das Eppendorf Safe-Lock Gefäß wird eingeführt

1992 – Biopur Standard

Der Biopur Standard (Steril & DNA frei) wird eingeführt und entwickelt sich zu einem festen Laborstandard.

2000 – PCR Clean Standard

Der PCR Clean Standard für Eppis wird eingeführt und in der Reinraumfertigung in Oldenburg produziert.

2001 – LidBac

Der LidBac Eppi zur Züchtung von Bakterienkulturen wird herausgebracht.

2004 – Eppendorf LoBind® Gefäße

Eine neue Eppi-Linie wird eingeführt: Eppendorf LoBind® Gefäße, eine fast vollständige Rückgewinnung von DNA, RNA, Proteinen, Viren und Peptiden ermöglichen.

2005 – 30.000 x g

Alle Eppis außer der 2.0 mL, 3810, LoBind und Biopur können bei 30.000 x g zentrifugiert werden, für höchstmögliche Sicherheit und schnelle Protokolle.

2013 – Eppendorf Tube 5.0 mL

Das Eppendorf Tube 5.0 mL samt passendem System aus Adaptern, Rotoren, Racks und Zubehör kommt auf den Markt.

Eppi Fakten

Über Eppi

  • Ein durchschnittliches deutsches Labor verbraucht im Durchschnitt mehrere hundert  Eppis jede Woche.

  • In den 50 Jahren seit Erfindung des Eppis wurden immer wieder neue Modelle des Eppis im Markt eingeführt, die konische Form wurde aber ein Laborstandard und wird bis heute fast unverändert beibehalten  – 2013 sind Eppis in insgesamt vier Größen verfügbar.

  • Das vor fast 20 Jahren eingeführte Eppendorf Safe-Lock Gefäß ist heute weltweit der Standard für einfache und sichere Probenverarbeitung im Mikroliterbereich.

  • „Eppi“ oder das „Eppendorf Tube“ steht als Synonym für den „Mikroreaktionsbehälter“.

  • Seit der Erfindung wurden mehrere Milliarden Eppis hergestellt.

  • Eppendorf vertreibt das Eppi weltweit in Europa, Amerika und Asien.

  • Die Entwicklung von Impfstoffen oder neuen Medikamenten wäre heute ohne das Eppi nicht vorstellbar.

  • Durch die Entwicklung von „smart consumables“, also Gefäßen, die ganz neue Materialeigenschaften haben, sind heute viele Protokolle sicherer und einfacher durchzuführen.

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