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Future People

Ausbildung, und was dann? Wie Karriere bei Eppendorf geht

18. Aug, 2021 • 5 Min. Lesezeit

Produktion, Vertrieb, Personalwesen oder eher Buchhaltung, Marketing? Azubis bei Eppendorf stehen alle Türen offen, aber was kommt danach? Drei Ehemalige berichten über ihren persönlichen Karriereweg im Unternehmen.

Von der Buchhaltung bis zum Vertrieb: Bei Eppendorf durchlaufen Auszubildende verschiedene Abteilungen und bekommen so einen Einblick, wie ihr späteres Arbeitsfeld beschaffen sein könnte. Für die Entwicklung ihrer persönlichen Karriere ist das aus vielerlei Gründen hilfreich: Zum einen können sich Auszubildende schnell ihrer eigenen Vorlieben und Talente bewusstwerden. Sie bauen sich zudem früh ein Netzwerk auf, auf das sie sich gleich zu Berufsbeginn verlassen können. Und je eher sie konkrete Karrierewünsche formulieren, desto besser können wir als Arbeitgeber unterstützend eingreifen. Denn in der Tat ist mit der Ausbildung das Ende der Qualifizierung bei Eppendorf längst noch nicht erreicht.

Die eigenen Stärken früh entdecken

An drei Beispielen lässt sich wunderbar zeigen, wie Eigenverantwortung und unternehmerischer Support bei Eppendorf zusammenwirken können: Kristin Heitmann etwa, die Anfang 2018 ihre Ausbildung zur Industriekauffrau beendete, hat in den zweieinhalb Jahren Lehrzeit früh ein Gespür für ihre eigenen Stärken entwickelt. „Mir ist schnell bewusst geworden, dass ich gerne mit Menschen zusammenarbeiten möchte.” Wenig verwunderlich also, dass ihre erste berufliche Station sie in die Personalabteilung verschlug. Bereits nach einem halben Jahr wechselte sie in den Bereich „Corporate Development“, welcher strategische Initiativen steuert und unterstützt sowie M&A-Projekte initiierte und umsetzt. „Dabei drehte sich alles um die Initiative „be Eppendorf 2021”, die strategische Transformation und die Digitalisierung,” erzählt Kristin Heitmann. Ihre beiden Interessen – People und Digitalisierung – konnte sie so gleich beim Jobstart zielstrebig verfolgen.

Sie entschloss sich überdies zu einem berufsbegleitenden Studium der Wirtschaftspsychologie und wurde von ihren Vorgesetzten auch bei diesem Schritt optimal unterstützt. Mittlerweile steht die 25-Jährige kurz vor dem Abschluss ihrer Bachelorarbeit und ist dankbar, dass „mein Arbeitgeber es mir ermöglicht, dass ich Studium und Job parallel vorantreiben kann.“ Als nahezu ideal hat sich für sie die Arbeitszeitenregelung herausgestellt: Montag bis Mittwoch arbeitet sie in Teilzeit, Donnerstag und Freitag kann sie dem Studium widmen. Beruflich ist sie auch einen Schritt weiter. In der neu aufgebauten Abteilung „Digital Transformation Office“ arbeitet sie seit Oktober 2020 als Projektmanagerin. „Meine Aufgabe ist es, die Digitalisierung und Menschen im Unternehmen und darüber hinaus zu verknüpfen, sie gut vorzubereiten auf die digitale Transformation und ihnen die Angst zu nehmen vor den neuen Entwicklungen der Industrie 4.0.“ Weil das so gut klappt, wird Heitmann nun sogar noch ein Masterstudium anhängen.

Vom Azubi zum Vorstands-Projektleiter

Diesen Schritt ist Kevin Koch bereits gegangen. Der 31-Jährige hat 2012 seine Ausbildung abgeschlossen, seinerzeit „20 bis 25 Abteilungen durchlaufen“ und in den vergangenen Jahren eine spannende und steile Karriere hingelegt. Wie seine Kollegin Heitmann hat er zeitgleich berufsbegleitend studiert, 2017 seinen Bachelor in Business Administration sowie 2019 den Master in Economy and Management absolviert. Seit einem Jahr ist er nun der zuständige Projektmanager für die Co-Vorstandsvorsitzende Eva van Pelt. Seine Aufgabenbereiche umfassen die Projektsteuerung und weiterhin die eigenverantwortliche Projektleitung von relevanten Vertriebs- und Strategieprojekten. Kevin Koch findet: „Wenn man persönlichen Einsatz zeigt, wird man hier in seinem Werdegang bestens unterstützt.“

Seine erste Station brachte ihn in den Bereich „Legal & Compliance“, mit dem Fokus auf Marken und Designs und den damit verbundenen Markenschutz-Aktivitäten. „In dieser Zeit habe ich viele internationale Messen besucht“, erzählt er rückblickend, „und dort an diversen Messeständen unsere technischen Schutzrechte verteidigt“. Auch er wusste sehr früh, dass ihn Projektmanagement anspricht – „das wollte ich gerne von der Pike auf lernen.“ Vor vier Jahren ist er deshalb in die strategische Abteilung „Eppendorf Customer Business Management“ gewechselt, die im Rahmen der damaligen Initiative „be Eppendorf 2021” gegründet worden ist. Dort hatte er seine ersten Projektleitungsfunktionen inne. Inhaltlich hat sich damals alles vorrangig um Master Data Management und die Einführung von neuen analytischen Hierarchieprozessen gedreht. Ein absolutes Highlight bedeutete für ihn ein längerer Projektaufenthalt im Ausland, konkret am Eppendorf Standort in Enfield, CT/USA. Sechs Monate sollten es eigentlich sein, daraus wurden pandemiebedingt vier, was Kevin Koch sehr bedauert. „Mein persönlicher Karriere-Traum geht noch weiter”, sagt er, „ich würde gerne noch einmal im Ausland arbeiten und dann auch gerne für einen längeren Zeitraum.“ Auch für globale Karriere-Perspektiven kann Eppendorf einiges offerieren ­– schließlich gibt es weltweit mehr als 28 Standorte.

Digitale Skills erfolgreich einbringen

Lasse Steyer verschlug es zu Beginn seiner Laufbahn in den Bereich Produktion. Für ihn zahlte es sich gleich aus, dass er über die Ausbildung zum Industriekaufmann bereits viele Kontakte knüpfen konnte. So wurde sein zukünftiger Vorgesetzter über den Tipp eines Kollegen auf ihn aufmerksam. Zurückblickend weiß es Steyer sehr zu schätzen, dass „Führungskräfte im Unternehmen aktiv auf junge Menschen zugehen und man auch als Azubi gesehen wird - mit all seinen Fähigkeiten.” Steyer übernahm in der Auftragssteuerung die Position einer Kollegin, die sich in Rente verabschiedet hatte. Das passte für ihn sehr gut: „Ich bin technisch affin und digital extrem interessiert”, beschreibt er sich selbst. Mit diesen Voraussetzungen schaffte er es, Bereiche seiner Arbeit zu digitalisieren und damit das ursprüngliche Arbeitsvolumen deutlich zu reduzieren. „Ich glaube, das sprach für sich selbst”, erzählt er, und man hört ihn regelrecht durchs Telefon schmunzeln. Er übernahm weitere komplexe Aufgaben wie Themen bei der Einführung von SAP in der Produktion oder auch die Organisation der baulichen Maßnahmen des Bereichs, wie etwa das neue Haus 10.

Als „Team Lead Assembly“ führt der 28-Jährige heute, genau vier Jahre nach Beginn seiner Ausbildung, 25 MitarbeiterInnen. Mittelpunkt seiner Arbeit ist die Steuerung und Optimierung der Bedruckung und im späteren Verlauf die Verpackung der sensiblen Produkte sowie Produktverbesserungen für seine Bereiche. Sein Zwischenfazit fällt durchweg positiv aus: „Als junger Mensch kann man hier schnell mitreden und auch mitgestalten – sofern man möchte.“ Auch Lasse Steyer überlegt intensiv, ob er nicht noch ein Studium draufsattelt oder womöglich auch eine betriebsinterne Weiterbildung infrage kommt: „Ich möchte mich schließlich weiter entwickeln …“